»Zeit(en) erzählen. Narrative Verfahren – komplexe Konfigurationen« (Sommersemester 2011)
Interdisziplinäre DoktorandInnen-Tagung des Zentrums für Graduiertenstudien (ZGS) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Erzählforschung (ZEF) der Bergischen Universität Wuppertal.
7. bis 9. Juli 2011, Bergische Universität Wuppertal
Vom 7. bis 9. Juli 2011 findet die interdisziplinäre Graduiertentagung „Zeit(en) erzählen. Narrative Verfahren – komplexe Konfigurationen“ an der Bergischen Universität Wuppertal statt. Dass Zeit und Erzählung verquickt sind, gehört zu den immer wieder beschworenen Topoi der Erzähltheorie. Zeit ist das Charakteristische des Erzählens, denn erst Ereignisse in zeitlicher Perspektive lassen die Erzählung zur Erzählung werden. Jedoch wurden die Fragen nach den narrativen Verfahren, die Zeit hervorbringen, und nach den Zeit-Konfigurationen, die Ergebnis dieser Verfahren sind, bislang aus erzähltheoretischer Perspektive nur unzureichend beantwortet. Besonders wenn man über das klassische Korpus der Narratologie, nämlich Romane des 19. und 20. Jahrhunderts, hinausblickt und vormoderne Formen des Erzählens oder Erzählungen in anderen Medien betrachtet, wird die bisherige narratologische Theorie der Zeit hinterfragbar: Aus der Zeit werden Zeiten.
Tagungsprogramm:
Donnerstag, 07. Juli
O.08.37, Campus Grifflenberg, Bergische Universität Wuppertal
bis 18.00 Uhr
Anreise und Registrierung
18.30–19.00 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Matías Martínez (Zentrum für Erzählforschung)
Prof. Dr. Roy Sommer (Zentrum für Graduiertenstudien)
19.00–20.00 Uhr
Eröffnungsvortrag
Prof. Dr. Uta Störmer-Caysa (Mainz)
Kausalität und Episode. Über die Aufgaben linearer Zeit in der erzählten Welt
Freitag, 08. Juli
Bergisches Zimmer, Campus Grifflenberg, Bergische Universität Wuppertal
9.00–9.30 Uhr
Antonius Weixler/Lukas Werner (Wuppertal)
Zeit(en) erzählen: Positionen, Probleme und Perspektiven
Sektion I: Methodische Zugriffe
Moderation: Stephan Brössel (Wuppertal)
9.30–10.15 Uhr
Lena Schüch (Hamburg)
»Tagging in a huge meadow of time« – Computergestützte Analyse der Zeit in literarischen Texten mit Hilfe des Programms CATMA
10.15–11.00 Uhr
Christiane Scheeren (Bayreuth)
›Erzählzeit‹ und ›Erzählte Zeit‹. Zu narrativen Verfahren der Zeiterzeugung in literarischen Texten
11.00–11.30 Uhr Kaffeepause
Sektion II: Historische Perspektiven
Moderation: Stephan Brössel (Wuppertal)
11.30–12.15 Uhr
Jana Maroszová (Prag/München)
Überlegungen zur Untersuchung der »erzählten Zeit« in Grimmelshausens simplicianischen Schriften
12.15–13.00 Uhr
Lukas Werner (Wuppertal)
Zeit oder Zeiten? Diegetische Zeit in Jörg Wickrams Romanen ›Ritter Galmy‹ und ›Der Jungen Knaben Spiegel‹
13.00–14.30 Uhr Mittagspause
Sektion III: Spannungen: Raum, Figur, Wahrnehmung
Moderation: Maria Leopold (Wuppertal)
14.30–15.15 Uhr
Kai Spanke (Berlin)
Romantische Leichen im Keller des Realismus. Zum Verhältnis von Zeit und Raum in Adalbert Stifters ›Ein Gang durch die Katakomben‹
15.15–16.00 Uhr
Carmen Lacan (Wuppertal)
Zum Verhältnis von Zeit und Figur. Die Konfiguration der Figur durch die Zeit
16.00–16.30 Uhr Kaffeepause
16.30–17.15 Uhr
Andrea Erwig (München/Wien)
Die »Versuchung stehenzubleiben«. Figuren des Wartens in Musils ›Vollendung der Liebe‹
17.15–18.00 Uhr
Stefanie Roggenbuck (Wuppertal)
Doppelte Zeiten in Erzähltexten von Leo Perutz und Ambrose Bierce. Eine Betrachtung aus narratologischer Sicht
ab 19.00 Uhr Konferenz-Grillen
Samstag, 09. Juli
Bergisches Zimmer, Campus Grifflenberg, Bergische Universität Wuppertal
Sektion IV: Verfahren und Effekte: Präsenz und Simultanität
Moderation: Frauke Bode (Wuppertal)
9.00–9.45 Uhr
Christoph Bartsch (Wuppertal)
Augenblicke der Ewigkeit. Überlegungen zur Auflösung erzählter Zeiten
9.45–10.30 Uhr
Julian Hanebeck (Wuppertal)
Der unzeitliche Raum der Erzählung als Text: Eine Simultanität von Zeiten in ›Tristram Shandy‹
10.30–11.00 Uhr Kaffeepause
11.00–11.45 Uhr
Christoph Gardian (Zürich)
»Ich fuhr als Schreibtisch einen Strom hinauf und vermengte in der Geschwindigkeit ein wenig die Zeit.« – Präsenz und Achronie in Robert Müllers ›Tropen‹
11.45–12.30 Uhr
Berit Callsen (Berlin)
»…ce mouvement fugitif, à peine perceptible…«. Zeit-Lupen-Einstellungen und ephemere Präsenz im Werk von Nathalie Sarraute
12.30–13.00 Uhr Abschlussdiskussion
ab 13.00 Uhr Mittagsimbiss
ab 14.00 Uhr Abreise
Programm als PDF-Download: hier
Plakat als PDF-Download: hier
Kontakt: Antonius Weixler und Lukas Werner
Anfahrt:
Anfahrt Uni-Campus mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Ab "Wuppertal Hbf" (Wuppertal-Elberfeld) / Busbahnhof "Döppersberg" haben Sie folgende Möglichkeiten:
Uni-Express Non-Stop Haltestelle "Universität"
Buslinie 645 (Richtung "Schulzentrum Süd")
Buslinie 615 (Richtung "Remscheid Fr.-Ebert-Platz")
Buslinie 603 Haltestelle "Mensa" (Richtung "Küllenhahn")
Anfahrt Uni-Campus mit dem PKW
von Bochum:
A 43 bis BAB-Kreuz "Wuppertal-Nord" A 46 bis Abfahrt "Wuppertal-Katernberg" (Nr. 33) der Beschilderung "Universität" folgen
von Dortmund:
A 1 bis Kreuz "Wuppertal-Nord" A 46 bis Abfahrt "Wuppertal-Katernberg" (Nr. 33)der Beschilderung "Universität" folgen
von Düsseldorf:
A 46 bis zur Abfahrt "Wuppertal-Ronsdorf/Cronenberg" (Nr. 31)auf der Schnellstraß gleich rechts Richtung "Wuppertal-Ronsdorf", dann durch den "Kiesbergtunnel" hindurch auf die "Viehhofstraße" der Beschilderung "Universität" folgen
von Essen/Velbert:
B 224 bis "Sonnborner Kreuz"Ausfahrt "Wuppertal-Ronsdorf" durch den "Kiesbergtunnel" hindurch auf die "Viehhofstraße" der Beschilderung "Universität" folgen
von Köln:
A 1 bis Ausfahrt "Wuppertal-Ronsdorf" (Nr. 94),B 51 Richtung "Wuppertal-Mitte/Wuppertal-Ronsdorf" nach 1,5 km links Richtung "Elberfeld (Blombachtalbrücke)" geradeaus, über den Überflieger am Wasserturm vorbei der Vorfahrtsstraße folgen der Beschilderung "Universität" folgen (2. Ausfahrt).